„Ich garantiere euch, dass ich gewinne“ oder als Obama noch ausgelacht wurde

Dass in den USA ein Wahlsieg stark von der Höhe der Wahkampfmittel
abhängt, ist hinreichend bekannt, natürlich auch Barack Obama. Nach
seiner bitteren Niederlage gegen Bobby Rush um einen Sitz im
US-Repräsentantenhaus im Jahre 2000 ist ihm der enorme Einfluss von
Geld im Wahlkampf bewusst geworden. Er entschied sich danach
anzutreten, um 2004 einen Sitz im US-Senat zu erlangen, diesmal aber
mit einem dicken finanziellen Polster.

Seine Geldgeber verblüffte er zunächst mit der Aussage, er wolle
Senator werden – alle fingen an zu lachen; zuvor gingen sie nämlich davon aus,
dass er nur einen Job als Justiz- oder Finanzminister von Illionois
anstrebe. Anschließend sagte er ihnen unverhohlen, wieviel Geld er für seinen
Wahkampf braucht:

Er werde nicht hunderttausende, sondern Millionen Dollars brauchen um
einen Sieg einzufahren. Genauer gesagt habe er
mit 3 Millionen Dollar eine 40%ige,
mit 5 Millionen eine 50%ige,
mit 7 Millionen eine 80% Chance zu gewinnen und
mit 10 Millionen, verkündete Obama:

I guarantee you that I will win.

Obamas große Zuversicht, klare Vision und Wissen um alle Details überzeugte seinen langjährigen Freund Marty Nesbitt, dass es machbar ist und der arrangierte ein Treffen mit der wohlhabenden Familie Pritzker, um sie als Finanziers von Obamas Wahlkampf zu gewinnen.

Wie wir wissen, hat Obama die Wahl zum Senator gewonnen, was ihm den
Weg zur Präsidentschaftskandidatur ebnete.

Quelle: Obama – From Promise to Power von David Mendell, Seite 154

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