Belanglos. Oder doch gefährlich?

Auf dem Blog chicagobreakingnews gibt es die Kategorie Obama Watch. Dort wird z.B. gepostet wann Barack Obama sein Haus verlassen hat, von wann bis wann er mit Michelle essen war oder wie lange er seinen Freund Marty Nesbitt besucht hat.

Inwiefern das nun „breaking news“ sind, sei mal dahingestellt, handelt es sich dabei wohl mehr um Belanglosigkeiten. Vielmehr muss man sich doch fragen: Wo liegt der Sinn darin? Weshalb sollte man jeden  Schritt des designierten Präsidenten dokumentieren? Geht das nicht zu weit? Schließlich handelt es sich doch um die Privatsphäre eines Menschen.
Auch wenn Zeitungen und Zeitschriften ihn als den neuen Messias verhandeln und darüber diskutieren, ob er nun in die Erlöser– oder vielleicht doch Verführerschublade gehört, sollte man vielleicht nochmal daran erinnern: Barack Obama ist ein Mensch aus Fleisch und Blut, oder etwa nicht?

Die Kommentare zu Obama Watch sind zwar unterschiedlich, die Mehrheit allerdings betont die Überflüssigkeit dieser Dokumentation. Viele weisen auch daraufhin, wie gefährlich es ist, Informationen wie diese öffentlich zu machen und befürchten, dass dadurch eventuelle Anschläge auf den künftigen Präsidenten leichter zu planen seien. Aufforderungen, diese sogenannte Berichterstattung einzustellen, häufen sich in den Kommentaren der Leser. Zu groß ist die Angst, dass hier Obamas Gewohnheiten ausspioniert werden, die ihn gefährden könnten. Eine der Leserinnen erinnert an Attentate auf Martin Luther King und Bobby Kennedy und sagt: „Have we forgotten Dr. King and Bobby Kennedy and and and … protection, not exploitation, should be the media’s mantra.?“ Weiterhin appelliert sie an die Medien, die Popularität des künftigen Präsidenten der USA nicht auszubeuten, sondern, angesichts der Geschichte, die Sicherheit seiner Person in den Vordergrund zu stellen.

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