Die Party des Jahres

Die Vorbereitungen für die Antrittsfeier am 20.1.2009 sind bereits in vollem Gange. Barack Obama hat schon seinen Smoking bestellt, sein erster neuer seit fünfzehn Jahren. Der Schneider seines Vetrauens heißt Hart Schaffner Marx und befindet sich in Chicago. Die Kosten bewegen sich im Bereich um die €600.

Was die musikalische Untermalung seiner Antrittsparty angeht, sind noch viele Fragen offen. Im Gegensatz zu der von Obama persönlich eingeladenen Marschkapelle seiner High School, müssen viele Musiker und Showacts um einen Platz auf der Liste zittern. Mögliche Kandidaten sind u.a. Barbra Streisand, Bruce Springsteen, Stevie Wonder, Will.i.am, Beyoncé, und Alicia Keys. Für die inoffiziellen Feiern sind Namen wie Elvis Costello, Kanye West, Dionne Warwick und Cyndi Lauper im Umlauf.

Angesichts solch schwerer Zeiten wie diesen ist das Schlüsselwort: Taktgefühl. Die Party soll feierlich, aber nicht pompös sein, muss den historischen Moment unterstreichen, ohne dabei bombastisch-pathetisch zu werden. Hoffnungsvoll, so soll laut einer Sprecherin Obamas die angestrebte Grundstimmung sein. Es wird erwartet, dass weitaus mehr als die 1.200.000 Besucher, wie sie 1965 bei Obamas Verwandtem Lyndon B. Johnson erschienen und der damit bis heute den Rekord hält, nach Washington kommen werden, um der Vereidigung vor dem Kapitol beizuwohnen.

Quelle: Seelye, Katharine Q.: „In a New Tux, Obama Seeks the Proper Tone“ (The New York Times, 8.12.2008).

3 Gedanken zu „Die Party des Jahres

  • 9. Dezember 2008 um 15:26
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    Der Vergleich mit dem Amtsantritt von Lincoln ist gar nicht so abwegig. Man könnte auch noch den von JFK erwähnen. Lincoln wurde von Jesuiten ermordet, Kennedy vermutlich vom CIA. Wir werden sehen, ob Obama in die Lage kommt, auch nur annähernd das umzusetzen, was er versprochen hat.

  • 9. Dezember 2008 um 16:31
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    Lieber Herr Deckert, vielen Dank für Ihren Kommentar. Ich kann jedoch nicht verstehen, weshalb Sie behaupten, dass Lincoln von Jesuiten ermordet wurde. Lincolns Attentäter war der Schauspieler John Wilkes Booth aus Maryland, der den Präsidenten am 14.4.1865 bei dessen Besuch der Komödie „Our American Cousin“ in Washington mit einem Schuss in den Hinterkopf tödlich verwundete. Lincoln erlag am folgenden Morgen seiner Verletzung. Mit dem Ausruf “Sic semper tyrannis!” und “The South is avenged!” flüchtete Booth aus dem Ford’s Theatre. Der Unterstützer der Südstaaten war als Fürsprecher der Sklaverei und für seinen Hass gegen Lincoln bekannt.

  • 9. Dezember 2008 um 17:34
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    Hallo Herr Grinsted, hier einige Zitate:

    “Die Jesuiten vergeben nie und geben nie auf!”
    Abraham Lincoln

    „Die Ermordung des Präsidenten Abraham Lincoln eine That der Jesuiten“ (von Pater Chiniqui, Separatdruck aus dessen Werk „Fünfzig Jahre in der römischen Kirche“ http://www.buchfreund.de/tag/Chiniqui/

    „Aus Teil 8 (Pater Chiniqui, Vorbemerkung von D. B. Niemann): „Der bekannte amerikanische Pater Chiniqui, welcher im späteren Mannesalter, nachdem er als Teperenzapostel in der römischen Kirche zu hohem Ansehen gekommen war, zur evangelischen Kirche übertrat, führt nun in seinem Werke: „Fünfzig Jahre in der römischen Kirche“ (…) den evidenten Nachweis, dass Lincoln als ein Opfer der Jesuiten gefallen sei, welche an ihm wieder mal ihre abscheuliche Theorie vom Erlaubtsein des Tyrannenmordes in die Praxis umgesetzt haben. Die nachfolgenden Ausführungen haben geradezu den Wert eines geschichtlichen Dokuments“.“
    http://www.antiqbook.de/boox/kretze/4002043.shtml

    Assassination of President Lincoln
    http://www.reformation.org/lincoln.html

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