51. Bundesstaat?

Zwischen den USA und Großbritannien besteht ein inniges Verhältnis, weitaus enger als das zwischen den USA und den „Europäern vom Kontinent“. Die USA betrachteten die Briten stets als ihre engsten Verbündeten, von Roosevelt/Eisenhower und Churchill über Ronald Reagan und Margret Thatcher bis hin zu George Bush und seinen Pudel Tony Blair. Jetzt aber fürchtet die Londoner Times, dass diese Freundschaft unter Präsident Barack Obama abkühlen könnte. Denn wie die Times bereits am 3. Dezember meldete, wurde Barack Obamas Großvater, Hussein Onyango Obama (1885-1979), 1949 von den Briten in Kenia verhaftet und gefoltert. Auch Obamas Vater, Barack Obama Senior, wurde während des kenianischen Unabhängigkeitskampfes kurzzeitig von den Briten inhaftiert, als er eine Veranstaltung der Unabhängigkeitsbewegung KANU besuchte. Kenia war seit 1920 britische Kolonie, 1952 wurden beim Mau-Mau-Aufstand über 50.000 Afrikaner getötet. 1963 errang Kenia die Unabhängigkeit. Schon vorher initiierten die USA ein Stipendienprogramm, mit dem junge Kenianer ausgebildet werden sollten, um ihr Land nach der Unabhängigkeit führen und verwalten zu können. Einer der Nutznießer dieses Programms war Obama Senior, der 1960 ein Stipendium erhielt und damit in die USA reiste – der Rest ist bekannt.
Ob Präsident Obama die Familientradition fortführt und Großbritannien nicht länger der 51. Bundesstaat der USA sein wird?

Ein Gedanke zu „51. Bundesstaat?

  • 26. Januar 2009 um 18:40
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    Naja. Die einzige „Tradition“ welche ich hier sehe, ist die Inhaftierung der Obama’s durch die Briten. Und ich bin mir sicher, dass dies nicht geschehen wird…

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